Fragen an uns – Liebster Awar

Bammm, wir wurden getroffen. Genau einen Monat ist unser Road Family Blog nun „alt“ und schon hat uns die liebe Wildnisfamilie für den „Liebster Award“ nominiert. Nach einigem Zögern haben wir uns entschieden da mitzumachen. Schließlich ist es keine dieser albernen Youtube-Challenges, sondern eine tolle Möglichkeit, themenrelevante Blogs untereinander zu verbreiten und einer breiteren Leserschaft zugänglich zu machen.

In diesem Sinne: Danke für die Nominierung und die überaus schlauen und unkonventionellen Fragen!

Wie funktioniert der Liebster Award? Ziemlich simpel: Es ist ein Pyramidenspiel. Ein Blog stellt 5-11 anderen Blogs 11 beliebige Fragen, die dann ihrerseits auch wieder 11 anderen Blogs 11 Fragen stellen. Die Fragen der Wildnisfamilie an uns und unsere Antworten kommen nun, mitsamt unserer Nominierungen, also die anderen Blogs und unsere Fragen an sie. Persönliche Fragen hat mir Bianca zur Beantwortung überlassen.

Fragen und Antworten

1. Wann bist du zum letzten Mal auf einen Baum geklettert?

Ich klettere gerne auf Bäume, muss allerdings zugeben, dass ich kein genaues Datum nennen kann. Sicher weiß ich es von einem Besuch im Wildtierpark Ernstbrunn im Herbst – unsere beiden Kinder Lina und Theodor waren gleich dabei. Zu allerletzt geklettert bin ich in Wirklichkeit aber auf unsere Gartenmauer, um auf das Dach unseres Busses zu gelangen. Das war vorige Woche.

2. Hast du schon einmal alleine im Wald geschlafen?

Nein. Ich habe alleine auf einer Parkbank geschlafen, wenn das auch zählt. Wobei, das war in meinen jüngeren Jahren und so ganz alleine war ich nicht – nur auf der Parkbank. Ich habe auch schon als Kind alleine in einem Zelt in Schweden geschlafen. Neben Kühen, die gerne ins Meer baden gingen.

3. Du darfst Dir eine Fähigkeit aussuchen – welche nimmst Du? Fliegen können, Gedankenlesen, Unsichtbar sein können, Verwandlung in ein Tier, Zeitreisen, Krankheiten heilen.

Puh. Ich versuche nach dem Ausschlussprinzip zu arbeiten und möchte definitiv nicht die Gedanken anderer lesen. Wenn ich unsichtbar bin, werde ich wohl ständig angerempelt. Zeitreisen fände ich zwar einerseits interessant, andererseits möchte ich eigentlich gar nicht weg aus dem Hier und Jetzt. Und Krankheiten heilen können wir doch alle schon bis zu einem gewissen Grad, leider geht hier zunehmend das Wissen oder zumindest das Bewusstsein über Naturheilmethoden verloren. Jetzt bleibt eigentlich nur mehr eines übrig: Frei sein. Ob in der Luft, unter Wasser, an Land oder in seiner eigenen kleinen Welt. Diese Fähigkeit hat auch jeder Mensch, aber nicht viele denken darüber nach.

4. Wenn Du die Möglichkeit hättest etwas an der Schule zu ändern, was wäre das?

Man müsste sie abschaffen. Aus meiner Sicht gibt es nicht nur „etwas“ an der Schule zu ändern, man müsste die ganze Schule ändern oder zumindest die Art wie wir über sie denken – oder eben die Tatsache, dass wir leider oft nicht weiter darüber nachdenken. Meine Vision einer idealen Welt hört lange nicht beim Thema Schule auf. In dieser Vision gibt es keine Schulpflicht, sondern ein freiwilliges Angebot enthusiastischer Menschen, die Inhalte gut vermitteln können und das auch gerne tun. Auch gibt es keine Demokratie, kein unnatürliches Wachstum, kein Geld, keine Steuern, keine Regierungen, keine Banken, keine Ämter und Behörden, keinen Rassismus, keine Gewalt, keine Massentierhaltung, keine Sklaverei, … Wir werden zum Thema (Nicht-)Schule und (Frei-)Lernen noch viele eigene Beiträge schreiben, wenn sie zu unseren aktuellen Ereignissen passen.

5. Möchtest Du mit Deinem Blog auf längere Sicht hinweg Geld verdienen bzw. und verdienst Du bereits damit Geld?

Nein, das möchten wir definitiv nicht, zumindest nicht auf konventionellem Weg. Wie euch vielleicht aufgefallen ist, schalten wir auf unserem Road Family Blog keine Werbung und platzieren keine Affiliate-Links zu Kaufangeboten wie etwa Büchern auf Amazon. Wir haben einen Weg der Konsumverweigerung eingeschlagen und der deckt sich nicht mit Produkten auf unseren Seiten, die unsere Leser kaufen sollten, damit wir ein bisschen Geld verdienen und die Online-Handelsketten den größten Teil bekommen. Denn Werbebotschaften gibt es nur zu einem Zweck: Verkaufen, verkaufen, verkaufen. Und in unserer Welt gibt es schon tonnenweise Produkte, die niemand wirklich braucht. Bücher, Taschenlampen, Rucksäcke, Fotoausrüstung – kann man alles auch gebraucht kaufen. Wir wollen euch ermutigen, zwei Mal nachzudenken, bevor der Amazon-Wunschzettel in den Warenkorb und der Warenkorb auf dem Konto von Großkonzernen landet.

6. Wenn es bei Dir brennen würde und du könntest 5 Dinge retten – welche Dinge wären das und warum ausgerechnet sie? Keine Menschen oder Tiere – die Hast Du bereits gerettet

Gut, dass Menschen und Tiere bereits gerettet sind, denn viel mehr bleibt nicht mehr zu retten übrig. Es war ein langer und schwieriger Prozess, aber wir haben gelernt, dass es nichts, wirklich gar nichts Materielles auf dieser Welt gibt, das wirklich wichtig ist. Wir trennen uns zur Zeit von allen Dingen die wir besitzen. Auch wenn einige Erinnerungsstücke einen sentimentalen Wert haben, bliebe auch nach dessen Verlust die Erinnerung an das damit verbundene Gefühl erhalten. Unsere Werte, unsere Erinnerungen, unsere Freunde, unsere Familie, unsere Partner haben wir immer bei uns – und wenn sie nicht physikalisch anwesend sind, tragen wir sie in unseren Herzen.

7. Für was spürst Du Dankbarkeit?

Für unsere Kinder, mehr als alles andere auf der Welt. Für meine Frau, die in ausnahmslos allen Belangen zu mir hält und meine Schwächen zu kompensieren versteht. Für die Möglichkeit, unsere Träume zu verwirklichen und andere Menschen zu inspirieren. Für jede einzelne geführte Diskussion, egal ob sie fruchtbar oder furchtbar war. Für die Menschen auf dieser Welt, die ihre Augen öffnen und beginnen, Dinge zu hinterfragen – und nicht mehr damit aufhören.

8. Welches Buch und welcher Film bedeutet Dir am meisten und warum genau?

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich so gut wie nie Bücher lese. Aber Bianca und ich lieben Filme. Die mentale Liste der bereits gesehenen Filme ist immens lang und wir sehen fast jeden Abend (wenn die Kinder schlafen) einen neuen Film. Ein Film, den wahrscheinlich jeder kennt und den ich mir in einem fiktiven Raum-Zeit-Kontinuum unendlich oft ansehen könnte, ist „Matrix„. Nicht nur, weil ich als Mann naturgemäß auf Science-Fiction stehe (blödes Klischee, aber oft wahr), sondern weil diese kommerzielle und sündteure Hollywood-Produktion eine Kernaussage in sich trägt, die sich in jeder einzelnen Seele unserer Gesellschaft widerspiegelt. Wir leben alle in einer Matrix, aus der wir uns nur herauslösen brauchen.

9. Wenn du etwas ändern könntest in Deinem Leben – was wäre das und wieso würdest Du es ändern?

Ich glaube, das ist eine Fangfrage. Ich kann etwas in meinem Leben ändern. Jeder kann das. Und ich tu’s auch, obgleich die meisten Menschen nur davon träumen, wie schön es nicht wäre, aber dies und aber das. Unsere Busreise ist der Ausdruck eines tiefen Empfindens, dass es so mit unserer Gesellschaft nicht weitergehen kann. Wir können nicht ernsthaft erwarten, wie die Könige auf Kosten anderer zu leben, ohne dass es dafür jemals Konsequenzen geben würde. Das ist die naive Haltung eines Kleinkindes, das es noch nicht besser weiß und daher schuldlos handelt. Aber wir wissen es besser und handeln schuldhaft, wenn wir teure iPhones kaufen, wenn wir Fleisch essen oder wenn wir Bankschulden aufnehmen. Wenn wir auch nicht alles ändern können, aber jeder kleine Schritt in die richtige Richtung hilft. Es wird niemand erfahren, es wird niemand merken und du wirst dich nicht besser fühlen. Aber irgendwann wird es auf einmal besser werden – und das waren dann wir alle.

10. Eine Fee schenkt Dir einen Wunsch. Welcher wäre das?

Die Antwort auf diese Frage habe ich mir als Kind schon genau zurechtgelegt, für den Fall der Fälle. Unendlich viele Wünsche, bitte.

11. Wie viel Menschen hast du pro Monat auf Deinem Blog?

Gar keine. Ich sehe Zahlen, bereit gestellt von einem großen Unternehmen, die mir sagen sollen wie „erfolgreich“ mein Blog ist – und diese Zahlen repräsentieren die Signaturen der Browser, die durch die Menschen bedient werden, die sich für unser Leben interessieren. Nachdem unser Blog total neu ist, sind die glaube ich auch nicht unbedingt aussagekräftig. Wir hatten im ersten Monat (mehr Statistik gibt es noch nicht) insgesamt 726 Sessions, verursacht durch 401 verschiedene Unique User mit 2.043 Seitenaufrufen verzeichnet. Insgesamt sind wir sehr zufrieden, wie positiv unser Blog aufgenommen wird und möchten uns bei allen bedanken, die hier fleißig lesen, kommentieren und uns manchmal auch tolle Ideen liefern.

Nominierungen und Fragen an andere Blogs

Das ist der schwierigste Teil, denn ich muss zugeben, dass wir in der „Blogger-Szene“ so gut wie überhaupt nicht vernetzt sind. Ich kenne auch nicht viele andere Blogs, wir machen hier eher unser eigenes Ding. Aber Teil dieses Awards ist es ja auch, sich mit anderen Blogs auseinander zu setzen und ich finde das gut.

Wir nominieren

Unsere Fragen

  1. Was war das allererste Erlebnis in deinem Leben, an das du dich noch erinnern kannst und wie alt warst du da in etwa?
  2. Wie würdest du dein Leben in kurzen Worten beschreiben?
  3. In welche Schublade(n) stecken dich andere gerne?
  4. Welches war dein schönstes Erlebnis bisher?
  5. Bist du zufrieden?
  6. Wann warst du das letzte Mal auf Reisen und wo ging es hin?
  7. Warum bloggst du?
  8. Wie viel Zeit verbringst du pro Woche mit deinem Blog in etwa?
  9. Was liegt dir besonders am Herzen?
  10. Was wünschst du dir von den Besuchern deines Blogs?
  11. Hast du schon einmal Gastbeiträge geschrieben?

Wir freuen uns auf die Antworten – wenn ihr Zeit und Lust habt. Wenn nicht, sind wir euch nicht böse.

Spielregeln

1. Dankeschön sagen & verlinken

Man bedankt sich bei der/demjenigen, der/die dich nominiert hat, mal ganz herzlich und verlinkt dazu auf diese/jenen in dem Artikel, wo man die gestellten Fragen beantwortet.

2. Bild mit Award-Plakette dazu

Den Artikel, in dem man die Fragen beantwortet, schmückt man mit der Liebster-Award-Plakette in Bildform. So kennt sich jeder gleich aus.

3. 11 Fragen beantworten

Die gestellten 11 Fragen beantwortet man so gut und ehrlich als möglich und gewünscht und gibt damit 11 mehr oder weniger bekannte Details aus seinem Blog-und-Lebens-Dasein preis.

4. 5-11 andere Blogs nominieren

Man nominiert dann 5 bis 11 andere Blogs, die diese Ehre auch verdient haben, zu den persönlichen liebsten Blogs zählen, und reicht damit das Liebster-Blog-Blogstöckchen weiter. Idealerweise sind es eher kleinere Blogs, mit weniger als 500-1.000 Followern (auch hier divergieren die Zahlen), die noch nicht so bekannt sind bzw. die man einfach gerne hat und anderen empfehlen möchte. Damit schafft man für sich und andere ein schönes Netzwerk, wo man sich gegenseitig empfiehlt, indem man aufeinander hinweist.

5. Die Nominierten 11 neue Fragen stellen

Man verfasst 11 eigene Fragen, die man den neu Nominierten stellt – der Fantasie sind dabei nur die Regeln des Anstands voran gestellt … lieb, lieber, Liebster Award!

6. Regeln aufschreiben

Außerdem ist es sehr sinnvoll, wenn man die Regeln, nach denen der Liebster-Award abläuft, dazu schreibt – nicht jeder will erst bei Tante Google nachfragen.

7. Nominierungsmail schreiben

Damit die Glücklichen von ihrer Nominierung wissen, schreibt man ihnen das in einer netten Mail und informiert sie, was nun zu tun wäre.

8. Das ist alles

Ergänzen kann man diese halboffiziellen Regeln noch mit einem netten Kommentar im Blog der ursprünglichen Nominierung – das macht auch Freude und ist sowas wie ein virtueller Blumenstrauß als Dankeschön.


Awards angenommen

Danke an Mary Mattiolo (freie-bildung.ch) und Uschi Nokaw (veganleckaschmeckaschmaus.wordpress.com) für ihre tollen Antworten:

http://www.freie-bildung.ch/blog/liebster-award-eure-fragen-an-mich/

https://veganleckaschmeckaschmaus.wordpress.com/2015/03/15/liebster-award/

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  • Wer ist die Road Family?

    Wir sind eine ganz normale Familie mit drei kleinen Kindern. Und wir haben beschlossen, zu reisen. Das ist kein Urlaub, sondern unser Leben. Unsere Kinder werden ​nicht zur Schule​ gehen, wir ernähren uns ​vegan​, und praktizieren aktiv Konsumverzicht​ so gut es geht. Auf unserer Reise werden wir mit unzähligen Menschen sprechen und planen später Coaching und Veranstaltungen anzubieten.

    Warum?
    Genau diese Frage ist Teil der Antwort.
    Wir wollen Menschen inspirieren​, alles was sie denken zu sein, was sie täglich tun, denken und sagen zu hinterfragen. Warum gibt es Tonnen an Plastik im Meer? Warum gehen wir alle 4 Jahre wählen und es ändert sich doch nichts? Warum kaufe ich so viele Dinge, die ich gar nicht brauche? Warum macht mich das nicht glücklich? Warum sperren sich so viele Menschen nach ihrer Arbeit am Abend alleine in ihrer Wohnung ein und setzen sich vor den Fernseher bis sie einschlafen, getrennt durch Mauern und Türen, jeder getrennt und für sich? Warum freuen sie sich in der Arbeit auf ihre Freizeit, das “richtige Leben”, wenn sie es dann nicht leben?

    Wir haben erkannt, dass wir nicht alleine sind mit diesen Gedanken. Sehr viele Menschen stellen sich diese Fragen und wir versuchen gemeinsam Auswege zu finden. Vor allem haben wir erkannt, dass es total falsch ist zu glauben, dass ich als einzelner, kleiner Mensch auf dieser großen Welt nicht verändern kann. Wir zeigen einen möglichen Weg!

    Mehr über unsere Familie

8 Gedanken zu „Fragen an uns – Liebster Awar

  1. Liebe Roadfamily Nun schaffe ich es doch noch! Ich möchte mich auch hier auf eurem Blog noch einmal herzlich bedanken. Nicht nur für die Nominierung zum LiebsterAward, sondern einfach dafür, dass es euch gibt! Ihr seid toll und uns verbinden so viele Gemeinsamkeiten. Ich freue mich schon sehr!!! wenn wir uns sehen Seid herzlich umarmt!

  2. Wir freuen uns auch schon sehr auf euch – und umarmen dich zumindest virtuell Sollten direkt ein Road Globetrotter Family Special machen, hihi… Wer weiß, wo uns unser Weg so hinführt.

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