Unsere Familie


Bianca am RadBianca

Ich habe Zigeuner-/Rummelblut in mir, aufgewachsen bin ich die ersten Jahre im Wohnwagen am Rummel, meine Eltern hatten ein paar Attraktionen und wir zogen von Kirtag (so heißt das in Ö) zu Kirtag. Viel Erinnerung hab ich daran leider nicht, meine Eltern haben sich dann getrennt und ich kann mich an sehr viele Umzüge erinnern.

Das siedeln hat bis heute nicht aufgehört, ich bin sicher 10-15 Mal umgezogen.

Nach der verhassten Schule, das einzige warum ich wirklich dort hin ging waren die Freunde, die ich dort hatte, musste doch, der Ernst des Lebens beginnen und ich begab mich auf Jobsuche. *würg*

Arbeiten von neun bis fünf wollte ich noch nie, ich hab immer geschaut, dass ich mit geringstem Aufwand, das größtmögliche raus hole.

In der heutigen Gesellschaft, wird das oft missbilligt, aber mir war das schon immer egal, ich konnte mir nicht vorstellen, wie man freiwillig seine fast gesamte Zeit in einer Arbeit verbringt und das was man eigentlich liebt und gern hat hinten anstehen muss.

Für mich stand fest, dass ich nie mehr als 30 Stunden arbeiten wollte, nun … ein paar Jahre lang ließ ich mich quasi dazu überreden doch mehr zu arbeiten, aber glücklich war ich damit nicht.

Es fügte sich doch immer alles so wie es sein sollte, schloss sich ein Fenster, öffnete sich irgendwo und irgendwann mindestens eine Türe, ein Lebensmotto, dem ich bis heute treu geblieben bin. Es traf einfach immer auf mich zu.

Als ich meinen Mann kennen lernte, übrigens in der Arbeit sagte ich zu ihm, dass es nie langweilig wird mit mir, ich denke, das ist auch heute noch so

Unsere Kinder sind für mich das größte Geschenk auf Erden, sie bereichern mich immer aufs neue und haben mich dazu gebracht mein Leben noch des öfteren zu überdenken und damit wird noch lange nicht Schluss sein.

Und nun sind wir in unserem Traumhaus gelandet und dennoch habe ich das Gefühl nicht angekommen zu sein, ich will was sehen, was sehen von der Welt, ich will mit meiner Familie die Welt erleben. Genau das tun wir jetzt.

Es war ein langer Weg bis zu dieser Entscheidung, es gab viele Diskussionen, viele Emotionen und letztendlich sind wir zu dem Schluss gekommen, dass es so nicht weiter geht für uns und haben diesen Entschluss gefasst.

Und ich freue mich darauf, auf jede einzelne Herausforderung die es mit sich bringt.

Das Abenteuer, in dem wir eigentlich schon mitten drin stecken.


 

geraldGerald

Eigentlich hatte ich eine ziemlich „normale“ Kindheit, die ich in einem kleinen Dorf in Österreich verbrachte. Aber auch meine Eltern haben sich getrennt – diese Erfahrung ist für jedes Kind einschneidend. In diesem Fall war es definitiv besser so, da mein Vater gewaltige cholerische Anfälle hat, woraufhin auch ich den Kontakt zu ihm abgebrochen habe.

Seit meiner frühen Jugend hat mich Musik fasziniert. Ich spiele Klavier und Schlagwerk sehr gut, gerne mal auch ein paar andere Instrumente. Früher habe ich häufig in Theater- und Musicalproduktionen mitgewirkt. Aber auch die Welt der Technik hat es mir angetan. Computer zerlegen, zusammenbauen, Programmieren, Grafikdesign und andere Kompetenzen mit Medien und Technik habe ich mir über mein ganzes Leben verteilt autodidaktisch angeeignet. Bis heute bin ich freischaffender Programmierer und betreibe eine kleine Medienagentur.

Die Schule, die üblicherweise einen sehr beachtlichen zeitlichen Stellenwert bei jungen Menschen einnimmt, hat mich nie interessiert. Ich habe zwei Klassen wiederholt und trotzdem sah ich bis zuletzt wenig Sinn darin, mir vorkonfektioniertes Wissen einzutrichtern und wie ein Papagei wieder von mir zu geben – unreflektiert und ohne praktische Anwendung und Notwendigkeit.

Bianca hat – vielleicht sogar unbewusst – einige Fragen in meinem Leben aufgeworfen. Zum Beispiel, warum gehen jeden Tag Millionen Menschen an einen Ort um völlig überflüssige Dinge in einer völlig unnatürlichen Haltung zu tun.

Ich habe mich immer wieder für verschiedene Projekte engagiert, habe Demos organisiert und meinen Unmut durch die Straßen gerufen. Das ernüchternde Ergebnis war: Keines. Ich habe die Hilflosigkeit der großen Masse erkannt, die sich selbst im Weg steht. Doch wir wollen nicht wie die meisten Menschen geknickt aufgeben und unser Leben im Konsum weiterlügen, sondern mit dem Fuß aufstampfen und trotzen! Jetzt erst recht. Wir haben uns gefragt:

Was wäre, wenn einem Staat einfach die Menschen davonlaufen? Wer bezahlt dann das Steuergeld, das die „reiche Obrigkeit“ für Autos und teures Wichtiggetue ausgibt und in dubiosen Bankenmachenschaften versickern lässt?

In diesem Sinne, laufen wir nun einfach dem Staat davon und weigern uns strikt, diesen perversen Machtspielen als Marionetten zu dienen. Und wir laden dich ein, mit uns zu kommen. In unserem Bus ist Platz für alle. Wenn nicht, kaufen wir so viele Busse wie wir eben brauchen.


 

kinder-lina-theoLina

Geboren im Jänner 2012.

Unsere introvertierte, sehr spezielle, unterschwellig lustige Prinzessin auf der Erbse, die es faustdick hinter den Ohren hat und am liebsten nur mit Papa kuschelt.

Theodor

Geboren im Mai 2013.

Unser gut gelaunter, lustiger, kuscheliger, quirliger brachialer Zerstörer, der die Mädchenherzen höher schlagen lässt und seine Mama über alles liebt.

Aurélie

Geboren im Mai 2015.
Ein sehr zufriedenes, ruhiges und liebliches Baby.
Sie ist bei uns zu Hause auf die Welt gekommen, was sehr angenehm, unkompliziert und entspannt war. Die Geburt hat gerade einmal eine Stunde gedauert.
Lina und Theodor waren beide dabei – und sie sind genau wie wir alle total begeistert von ihrer kleinen Schwester.