Tipps für Reisen mit Baby und Kleinkindern in Thailand

Wir bekommen viele Anfragen mit der Bitte um Infos zum Thema Reisen in Thailand mit Kindern.
Hier wollen wir euch einige für uns wichtige Tipps mit auf den Weg geben. Dinge die wir hier gelernt haben und gerne mit euch teilen würden um euch das Reisen angenehmer zu machen. Ich denke man kann diese Tipps generell auf Tropische Regionen ausweiten.

Mosquitos

Ganz oben auf der Liste der Fragen war das Thema Mosquitos und die mögliche Übertragung von Dengue-Fieber und Malaria. Eine hundertprozentige Lösung gegen Stiche gibt es nicht, das muss man ganz klar betonen. Selbst im Bungalow, die meist nicht sehr dicht gebaut sind, besteht die Möglichkeit einen Stich abzubekommen. Aber man kann das Risiko minimieren. Generell gibt es Menschen die ziehen Stechmücken förmlich an und manche scheinen immun dagegen zu sein. Also hier unsere Tipps dazu

  • Lange Kleidung
    Lange, locker sitzende, luftige Kleidung bietet wohl den besten Schutz überhaupt. Die Kids sind fast den ganzen Tag lang gekleidet, ausser sie spielen am oder im Wasser. Vor allem aber an den Morgen- und Abendstunden.
  • Mosquito-Rushhour meiden
    Jeweils morgens und abends wischen sechs und halb acht ist die Mosquito Rushhour, in der Zeit fliegen so unglaublich viele Mosquitos herum, dass man sich am besten nach drinnen begibt.
  • Mosquito-Netz
    Ein über dem Bett angebrachtes Netz lässt die Nächte ruhig und geschützt verbringen. Man sollte nur wirklich aufpassen, dass es immer geschlossen oder nur äußerst kurz geöffnet wird, da man sonst leicht ein Mosquito gefangen hält und das verfehlt dann wohl den ganzen Zweck. Hier sprechen wir aus Erfahrung
  • Kokosöl mit oder ohne Teebaumöl
    Ein guter Schutz ist zusätzlich zur langen Kleidung die freien Stellen einzuölen. Am besten mit Kokosöl, die Mosquitos scheinen darauf keinen Halt zu finden und können nicht stechen. Hier muss man aber öfter nach ölen. Manche schwören auf einen Mix aus Kokos- und Teebaumöl, wir persönlich haben diesbezüglich keinen Unterschied bemerkt.
  • Räucherstäbchen
    Rauch ist nicht so beliebt bei diesen kleinen Quälgeistern, man kann daher Räucherstäbchen um seine Umgebung platzieren, auch unterm Tisch sind diese äusserst praktisch. Zumindest kommen sie dann nicht in Scharen

Mobilität

Gerade für Babys und Kleinkinder ist eine Trage oder ein dünnes Tragetuch sehr wichtig. Die Emei-Baby ist toll für kleine Babys bis Sitzalter und die Manduca ab Sitzalter, da sie dünner und leichter ist. Bitte keine nach vorne gerichteten Tragen verwenden, denn deinem Baby oder Kleinkind kann es schwer fallen all die Eindrücke zu verarbeiten. Zumal in den asiatischen Ländern Kinder sehr geschätzt und oft am Kopf oder Bauch gestreichelt werden. Gerade da sollte dein Kind die Möglichkeit haben sich abzuwenden oder zu verstecken. Dies ist bei nach vorne gerichteten Tragen kaum möglich.

Von einem Kinderwagen würden wir generell abraten, da es hier sehr schwer ist damit voran zu kommen. Ist aber natürlich Kind abhängig. Wenn doch ein Kinderwagen mit soll, dann würden wir einen mit großen Reifen, am besten 4 Stück, und Federung empfehlen. Und es sollte eine Lüftung möglich sein, also dass der Wind von vorne nach hinten durchziehen kann, da dieser Wagen sonst einen  Hitzestau bekommt und er sich im Inneren leicht auf bis zu 60° erhitzen kann.
Egal wie, sollte man immer auf eine gute Lüftung und die richtige oder keine Kleidung achten.

Ob ihr so wie wir mit einem Motorroller, mit einem Fahrrad oder Auto fahren wollt, müsst ihr natürlich selbst entscheiden. Abraten können wir davon, sich nur mit dem Taxi fortzubewegen. Das wird auf Dauer ziemlich teuer, trotz geringerer Preise als in Europa, und man ist zudem noch sehr unflexibel in der Tagesgestaltung. Gerade wenn ihr länger bleibt, ist ein eigenes Fortbewegungsmittel eigentlich unumgänglich.
Seid auf jeden Fall vorsichtig, sobald ihr auch auf der Straße bewegt. Manche Fahrer achten nicht besonders gut auf Fußgänger oder Radfahrer, hier gilt das Recht des Stärkeren. In der Nacht haben wir immer versucht, auf Straßen zu wandern. Sollte es nicht anders möglich sein, nehmt doch einfach eine Taschenlampe oder Stirnlampe mit, um auf euch aufmerksam zu machen.

Sonnenschutz

Wir sind keine Fans von Sonnencreme, die Krebsrate ist in den letzten Jahren gestiegen und es wird immer mehr propagiert, dass man sich eincremen muss um sich vor der bösen, bösen Sonne zu schützen. Nun, unsere persönliche Meinung ist, dass gerade das viele cremen von diversen Mittelchen, unter anderem, Sonnencreme erst überhaupt dazu führt. Wenn man sich mal diesen Giftcocktail durchgelesen hat, lässt man es freiwillig weg. Wir sind Ende Dezember vom Regen und Nebel geplagten Winter, ohne Sonne, direkt nach Thailand gereist und verwenden keine Sonnencreme. Wir sind alle sehr hellhäutig und blond. Lediglich einen einzigen Tag haben wir alle eine Hautrötung gehabt, die aber nach einem Tag Sonnenpause ohne weiter Nebenwirkungen komplett verschwunden ist. Natürlich muss man einige Dinge beachten und vor allem die Kids schützen.

  • UV-Kleidung
    Unser „Geheim-Tipp“ ist UV-Kleidung. Vor allem oben. Die Kids haben sie anfangs sehr oft getragen, mittlerweile nur noch wenn wir um die Mittagssonne schwimmen gehen.
  • Kopfbedeckung
    Einen Hut tragen die Kids bei nur um die Mittagsstunden von ca. 10:00 bis 15:00, ausser sie sind gerade im Schatten. Allerdings auch im Wasser. Sonst wird ohne Hut gebadet und gespielt. Als wir noch nicht an die Sonne gewöhnt waren, haben sie ihn öfter getragen.
  • Meiden
    Generell versuchen wir die Sonne von ca. 11:00 Vormittags bis 14:00 Uhr nachmittags zu meiden oder gehen nur mit langer Kleidung und Hut raus.
  • Kokosöl
    Und der Alleskönner Kokosöl hilft super als Sonnenschutz in den milderen Stunden. Bekommt man übrigens hier an jeder Ecke.

Gepäck

Weniger ist mehr Ich weiß liest man oft, ist aber wirklich so. Wir brauchen hier in Thailand zumindest kaum Spielzeug. Theodor zum Beispiel funktioniert so viele Dinge die er am Boden findet in seine Traumspielzeuge um. Da wird ein kleines Plastikteil zu einer Motorsense, zu einem Anker oder einem Drachen. Kreativität pur
Da man hier überall in Waschsalons selbst Wäsche waschen kann, braucht man auch kaum Kleidung mit. Zumal man wirklich süße Kinderkleidung im Notfall überall bekommt. Für unsere Reise haben wir pro Kind ca. 10 Oberteile (Shirts, Kleider, Hemdchen, usw.) und 4-5 Hosen eingepackt. Es würde auch die Hälfte reichen.

Kontakt zu Kindern

Keine Sorge, wir treffen hier täglich auf so viele Kinder, dass sie weitaus mehr Kontakt zu den verschiedensten Menschen haben als zu Hause in Österreich. Ein weiterer Grund, warum wir in Zukunft reisen werden. Die Sorge der Isolation ist also vollkommen unbegründet.

Wir hoffen natürlich, dass euch der Beitrag geholfen hat und ihr nun gut informiert und beruhigt eure Reise antreten könnt.
Hab ich noch was vergessen? Wenn ja, schreibt uns doch ein Kommentar

Alles Liebe und Bon Voyage

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  • Wer ist die Road Family?

    Wir sind eine ganz normale Familie mit drei kleinen Kindern. Und wir haben beschlossen, zu reisen. Das ist kein Urlaub, sondern unser Leben. Unsere Kinder werden ​nicht zur Schule​ gehen, wir ernähren uns ​vegan​, und praktizieren aktiv Konsumverzicht​ so gut es geht. Auf unserer Reise werden wir mit unzähligen Menschen sprechen und planen später Coaching und Veranstaltungen anzubieten.

    Warum?
    Genau diese Frage ist Teil der Antwort.
    Wir wollen Menschen inspirieren​, alles was sie denken zu sein, was sie täglich tun, denken und sagen zu hinterfragen. Warum gibt es Tonnen an Plastik im Meer? Warum gehen wir alle 4 Jahre wählen und es ändert sich doch nichts? Warum kaufe ich so viele Dinge, die ich gar nicht brauche? Warum macht mich das nicht glücklich? Warum sperren sich so viele Menschen nach ihrer Arbeit am Abend alleine in ihrer Wohnung ein und setzen sich vor den Fernseher bis sie einschlafen, getrennt durch Mauern und Türen, jeder getrennt und für sich? Warum freuen sie sich in der Arbeit auf ihre Freizeit, das “richtige Leben”, wenn sie es dann nicht leben?

    Wir haben erkannt, dass wir nicht alleine sind mit diesen Gedanken. Sehr viele Menschen stellen sich diese Fragen und wir versuchen gemeinsam Auswege zu finden. Vor allem haben wir erkannt, dass es total falsch ist zu glauben, dass ich als einzelner, kleiner Mensch auf dieser großen Welt nicht verändern kann. Wir zeigen einen möglichen Weg!

    Mehr über unsere Familie

3 Gedanken zu „Tipps für Reisen mit Baby und Kleinkindern in Thailand

  1. Hallo! Ich bin über die Familienkongress-Seite hierher gekommen. Tolle Tipps! Sind genau nach meinem Geschmack.
    Zwei Fragen hätte ich noch: Wie hat denn der Flug bzw. Anreise geklappt? Unsere Tochter wird voraussichtlich so ca. 1,5 sein,wenn/falls wir nach Thailand fliegen (müssen erst einmal sparen…😭). Ich stelle mir das ziemlich heavy vor, so lange im Flugzeug an Ort und Stelle bleiben zu müssen. Klar, dass wir möglichst nachts fliegen…
    Und: Habt ihr euch oder eure Kinder gegen Hepatitis A oder irgendetwas geimpft?

    Vielen Dank! Freu mich über noch mehr Artikel und Videos! 😊

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