Die ersten Tage im Paradies

Die ersten Tage hier sind vorbei und wir haben wieder sehr viel erlebt.

Du kannst dir wieder ein Video ansehen, oder unseren detaillierten Reisebericht einfach hier weiterlesen.


 

Die Ankunft

Gleich am Tag nach unserer Ankunft durften wir Tizian, Jenny der Freelifefamily und ihre drei Jungs kennen lernen und haben sie gleich in unser Herz geschlossen, eine super herzliche Familie, mit der wir neben der Fit for Family fast täglich unsere Zeit verbringen. Leider sind wir nicht im selben Resort, was wir aber ab Februar ändern werden.

Wenn mehr Kinder zusammen sind, bleibt auch für die Erwachsenen mehr Zeit zum Arbeiten und wir wollen ja unser Projekt hier fertig bekommen

Es ist Ende der Regenzeit und da immer wieder Wolken vorbei zogen, mussten wir uns anfangs gar nicht um den Sonnenschutz kümmern. Seit zwei Tagen ist es aber sehr heiß und wir waren doch etwas zu unvorsichtig und haben einen Sonnenbrand abgekriegt Das wollte ich eigentlich auf keinen Fall, aber nach ein bisschen frischer Aloe Vera (direkt aus der Pflanze) und einem Tag Sonnenpause ist fast alles wieder weg.

Was uns sofort aufgefallen ist, sind diese wunderschönen, großen Schmetterlinge. Leider kann man sie kaum fotografieren, weil sie meistens sehr schnell sind und selten sitzen bleiben. Und es laufen überall freie Hühner herum und die Hähne krähen den ganzen Tag und auch meist die Nacht hindurch. Wir denken sie machen das, um sich nicht in die Quere zu kommen und ihre Reviere abzustecken.
Auch gibt es hier sehr viele Geckos und Eidechsen, die Ruflaute sind unglaublich süß und sie „sagen“ quasi ihren Namen beim Rufen. Vielleicht gelingt es uns mal, das aufzunehmen

Lina hatte am 7. Jänner ihren vierten Geburtstag hier gefeiert. Es war das erste Mal so richtig heiß. Im Jänner ist es in Österreich ja bekanntlich nicht so warm ;) Es gab eine Fruchttorte und Badespaß den ganzen Tag. Die ganze Bande von 6 Erwachsenen, 8 Kindern und 2 Babies im Bauch feierte gemeinsam am Pool und Strand in Chaloklum. Am Abend ging es zum Pizza essen, Pizza vom Italiener Leider hat es Gerald und Lina nicht so geschmeckt, alle anderen haben es genossen. Die Pizzeria lag direkt am Strand und wir konnten den Abend dort ausklingen lassen.

Wie bewegen wir uns fort

Mit dem Roller … zu fünft (!) auf einem Roller Niemals konnte ich mir das in Österreich vorstellen, nicht mal Roller zu fahren mit Kind, geschweige denn, dass wir alle fünf auf einem einzigen Roller sitzen. Aber es ist hier so, und macht allen großen Spaß Wir kommen mit dem „Motorrad“, wie die Kinder es nennen, überall schnell und unkompliziert hin, es kostet wenig und wir sind flexibel. Ach ja, und es ist Linksverkehr Wir haben zuerst einen Roller bekommen mit dem wir einen sehr steilen Berg leider kaum geschafft haben, wir mussten mit den Füßen nachhelfen um nicht stehen zu bleiben. Wir haben ihn gleich am nächsten Tag gegen einen mit mehr Power eingetauscht. Hier funktionieren zwar Tacho und Kilometerzähler nicht, aber das interessiert hier ohnehin niemanden und da wir sehr langsam fahren ist das für uns nicht wichtig

Mobil zu sein ist auf Koh Phangan absolute Pflicht. Es gibt so viel zu entdecken, und jeden längeren Weg mit dem Taxi zurückzulegen würde auch hier schnell richtig teuer werden. Mit Roller ausgerüstet haben wir einen kleinen Markt entdeckt, der täglich statt findet. Der Markt in Thonsala ist klein aber fein, man kann sehr gut essen, es gibt viele vegane Speisen zu wirklich günstigen Preisen. Die Fruchtshakes sind zum Sterben gut. Da hätten wir unseren Mixer getrost zu Hause lassen können Das nächste Mal nehmen wir Blattgrün oder Brokkoli mit und fragen einfach, ob sie das mit reingeben können. Und schwupps wäre der gesunde Shake fertig. Es ist dort sehr laut, den Kindern hats aber gefallen und es war sehr aufregend.
Jeden Samstag Abend ist in Thonsala der „Night Market“. Ein einzigartiges Schauspiel. Früchte, Gemüse, Lebensmittel aller Art, Kleidung, Spielzeug, ich glaube hier kann man alles bekommen, was man braucht und noch mehr.

Was essen wir

Nun unser Frühstück ist täglich ein frischer Smoothie in diversen Fruchtvariationen, meist viele Bananen, Kokoswasser und Kokosfleisch mit zB. Ananas, Mango oder was der Markt so zu bieten hat. Und natürlich das gesunde Blattgrün, wir sind uns aber nicht sicher, was es ist Mittags sind wir anfangs essen gegangen, jetzt wo es aber so heiß ist, bleiben wir gerne in der Nähe vom Strand in einem Strandrestaurant, kochen eine Kleinigkeit selbst oder holen uns was von einem der Straßenstände. Abends gehen wir meist Essen oder fahren nach Thonsala an den Markt. Zwischendurch gibt es jede Menge Früchte, vor allem Wassermelone und Bananen sind sehr beliebt bei den Kids

Biologisch angebautes Gemüse und Obst gibt es hier kaum und oft haben wir gehört, dass Bio hier einfach teurer angebotene normale Früchte sind. Es gibt hier leider auch kaum Superfoods und wenn dann nicht in Bio-Qualität.

Den Kindern gefällt es hier unglaublich gut, sie haben eine Menge Freunde gefunden, sind ausgeglichen, fallen am Abend hundemüde ins Bett und schlafen sofort ein. Theodor hat viele seiner Ängste verloren und Lina ist eine richtige Wasserratte, unbeschwert locker leicht hüpft sie am liebsten den ganzen Tag durch das kühle Nass. Aurélie liebt das Wasser inzwischen auch über alles und hat hier fast den ganzen Tag Kino mit unserer Kinderbande

Schattenseiten im Paradies

Was uns sehr schockiert hat ist, dass die typischen Kokosnüsse gleich nach dem Cut in eine Bleich-Lösung getaucht werden um die weiße Farbe zu erhalten. Sie würden sonst kurz nach dem Schnitt braun werden, was dem typischen Touristen nicht gefällt. Wir besorgen uns nun immer ganze Kokosnüsse, finden sie selbst oder lassen sie frisch aufschneiden mit den Worten „no chemicals please“. Sie wissen auch sofort was gemeint ist :) Auch haben wir beobachtet, dass manche Kokosnüsse mit in Gefangenschaft gehaltenen Affen geerntet werden, die oftmals unter sehr schlechten Bedingungen gehalten werden und nur zu Erntezwecken aus den Käfigen dürfen. Furchtbar, das mit anzusehen, leider wissen das die wenigsten

Ebenso raten wir dringend von Elefanten-Wanderungen ab. Die Tiere werden noch als Babys ihren Müttern, wenn man sie am Leben lässt, entrissen und unter anderem mit sogenannten Elefantenhaken qualvoll dazu gebracht, alles zu tun, was von ihnen verlangt wird. Sie fristen ein trauriges Dasein in brütender Hitze, angekettet auf Touristen wartend, wanken sie apathisch hin und her. Es berührt mich zutiefst, ein so empfindsames Wesen so leiden zu sehen, nur um empathielosen Menschen einen Ritt durch den Dschungel zu ermöglichen. Ich bitte euch, sowas nicht zu unterstützen.

Die Mosquito Rush Hour ist hier zwischen 18 und 19 Uhr und man sollte wirklich nur mit langer, weiter Kleidung rausgehen. Die Tigermücke kann das Denguefieber übertragen. Es ist zwar heilbar, aber gerade für Kleinkinder und Babies sehr gefährlich. Auch Malaria kann von Stechmücken der Gattung Anopheles übertragen werden.
Die Verschmutzung ist, wie in großen Teilen Asiens, stellenweise sehr groß, ob an Stränden oder am Straßenrand, unter den Bungalows oder vor ihren Häusern, Müll gehört hier zum Ortsbild und sie dürften sich nicht groß daran stören. In den Hinterhöfen werden Plastikberge verbrannt, es werden Pestizide aufgetragen mit den Worten „No, no it kills just the mosquitos“ … Hmmmm, vermutlich ist es Unwissenheit, sie vergiften ihre wunderbare Insel und ihr Trinkwasser.

Um diesen Plastikbergen nicht noch mehr Zündstoff zu geben, kaufen wir 20 Liter Trinkwasser in Pfand-Kanistern und füllen unser Wasser täglich in unsere Flaschen ab, so können wir viel Müll vermeiden.

Leider ist unser derzeitiger Bungalow im „Rainbow Seaview“-Resort in Srithanu nicht so toll wie erwartet. Es ist schon relativ sauber, aber die Eigentümer sind furchtbare Menschen, sehr unflexibel, geld- und machtgierig. Die Polster schimmelten und im Restaurant sitzen täglich die gleichen Leute und betrinken sich. Wir könnten natürlich ausziehen, aber Geld gibt es keines zurück. Obwohl wir sogar jemand anderen gefunden haben, der unseren Platz einnehmen würde und sie dadurch mehr Geld bekommen hätten, haben sie abgelehnt. Tja, hier liegt das wohl an den Besitzern.
Ab Februar sind wir dann bei unseren Freunden im selben Resort, dann sind wir wieder komplett. Jetzt pendeln wir eben

Ein paar Tipps

Beim Betreten der meisten Häuser, Restaurants oder Bars zieht man in Thailand die Schuhe aus.
Praktisch zu haben ist eine größere Strandtasche für den Motorroller, die Rucksäcke passen vorne oft nicht hinein und hängen dann seitlich runter, was sehr gefährlich sein kann.
Ebenso eine Tasche zum Einkaufen, damit man dem Plastikwahn doch ein bisschen entgegenwirken kann.
Neben jeder Toilette gibt es einen Mülleimer, der ist für das benutzte Klopapier gedacht, man sollte das nicht in das WC werfen, da diese sonst leicht verstopfen.

Zum Schluss noch ein paar Infos zu den Stränden. Bis jetzt waren wir an 3 Stränden auf Koh Phangan.
Chaloklum Bay, eine Bucht im Norden Koh Phangans mit ca. 3-4 km langem Strand. Stellenweise gibt es hier tollen Palmenschatten, aber das Meer hier ist oft sehr flach. Der Fischerort Chaloklum ist in der Mitte der Bucht, hier finden sich viele nette Restaurants direkt am Strand.

Dann waren wir noch am so genannten „Secret Beach“, dem Haad Son, er liegt in einer kleinen Bucht an der Westküste. Ein sehr schöner kleiner Strand mit einem Strandrestaurant, angenehmer Musik und wunderschönes, kristallklares Wasser und man kann gut schwimmen, da das Wasser rasch tiefer wird. Schatten findet man hier leider nicht so einfach.

Und natürlich haben wir schon mehrfach unseren wunderschönen Strand in Sri Thanu besucht, da es aber immer heißer wird und kaum Schatten zu finden ist, wird es immer schwieriger, hier baden zu gehen.

Falls ihr zufällig auch in Thailand unterwegs seid, kontaktiert uns doch gerne! Wir freuen uns immer sehr, gleichgesinnte zu treffen und unser „Rudel“ zu vergrößern
Bis bald und alles Liebe!

  • Willst auch du frei und glücklich leben?

    Trage dich zu unserem Newsletter ein und bleibe immer zuerst informiert.

  • Wer ist die Road Family?

    Wir sind eine ganz normale Familie mit drei kleinen Kindern. Und wir haben beschlossen, zu reisen. Das ist kein Urlaub, sondern unser Leben. Unsere Kinder werden ​nicht zur Schule​ gehen, wir ernähren uns ​vegan​, und praktizieren aktiv Konsumverzicht​ so gut es geht. Auf unserer Reise werden wir mit unzähligen Menschen sprechen und planen später Coaching und Veranstaltungen anzubieten.

    Warum?
    Genau diese Frage ist Teil der Antwort.
    Wir wollen Menschen inspirieren​, alles was sie denken zu sein, was sie täglich tun, denken und sagen zu hinterfragen. Warum gibt es Tonnen an Plastik im Meer? Warum gehen wir alle 4 Jahre wählen und es ändert sich doch nichts? Warum kaufe ich so viele Dinge, die ich gar nicht brauche? Warum macht mich das nicht glücklich? Warum sperren sich so viele Menschen nach ihrer Arbeit am Abend alleine in ihrer Wohnung ein und setzen sich vor den Fernseher bis sie einschlafen, getrennt durch Mauern und Türen, jeder getrennt und für sich? Warum freuen sie sich in der Arbeit auf ihre Freizeit, das “richtige Leben”, wenn sie es dann nicht leben?

    Wir haben erkannt, dass wir nicht alleine sind mit diesen Gedanken. Sehr viele Menschen stellen sich diese Fragen und wir versuchen gemeinsam Auswege zu finden. Vor allem haben wir erkannt, dass es total falsch ist zu glauben, dass ich als einzelner, kleiner Mensch auf dieser großen Welt nicht verändern kann. Wir zeigen einen möglichen Weg!

    Mehr über unsere Familie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.