15 Tipps wie du freier und glücklicher leben kannst

Ein Gastbeitrag für die befreundete Reisefamilie GlobetrotterFamily und ihren Advent- (oder eigentlich Sonnwend-) Kalender auf der Seite www.globetrotterfamily.com.


Manche scheinen es insgeheim zu wissen, zu fühlen, zu ahnen, aber kaum jemand traut sich dann wirklich, den ersten Schritt zu machen. Wir wollen euch hier einen kleinen Einblick geben, was wir seit ca. einem Jahr verändert, reduziert und erarbeitet haben, um unserem Traum eines freieren Lebens näher zu kommen. Nach reichlichen Überlegungen haben wir uns entschloßen, das Reisen der Sesshaftigkeit vorzuziehen. Im Moment sind wir leider noch nicht unterwegs, stecken aber mitten in den Vorbereitungen. Die wichtigste Voraussetzung, dass wir überhaupt Reisen können, ist gegeben, wir sind ausgezogen und unser Haus ist vermietet.

Minimalismus ist das Schlüsselwort. Wir alle haben viel zu viele Dinge, wir konsumieren ohne nachzudenken und nehmen keine Rücksicht auf Herkunft oder Herstellung. Wir machen einen 9 to 5 Job, der uns selten erfüllt, um, wie von der Werbung vorgekaut, viele Produkte kaufen zu können, die wir eigentlich nicht brauchen. Macht uns all das wahrhaftig glücklich? Uns definitiv nicht, daher haben wir einiges geändert.

Je weniger wir besaßen, umso weniger mussten wir uns auch um all die Dinge kümmern.
Wir haben jetzt mehr Zeit für alles.
Und wir sind glücklicher als je zuvor!

Hier sind 15 Dinge, die wir getan haben, um unser Leben einfacher, leichter und schöner zu machen.

  1. Wir haben schon vor einigen Jahren unseren Fernseher abgeschaltet. Wir lesen Mainstream-Medien entweder zwischen den Zeilen oder gar nicht. Auch etwaige Zeitungsabonnements haben wir gekündigt. Warum ist schnell erklärt, vieles davon ist Propaganda und Manipulation. Das Ergebnis dieser Handlung ist, wir haben viel mehr Zeit uns den Dingen zu widmen, die uns wirklich wichtig sind.
  2. Die Minimalisierung haben wir in unserem Kleiderschrank begonnen, wir hatten viel zu viele Klamotten, die sowieso niemand getragen hat. Wir haben uns großzügig davon getrennt, aber nicht um Platz für Neues zu schaffen, sondern um Luft zum Atmen zu bekommen. Ein kleiner Trick um sich selbst zu überlisten ist, im Hängeschrank die Kleiderhaken verkehrt aufhängen. Alle die nach 2-3 Monaten noch immer verkehrt hängen, einfach weg geben.
  3. In der Küche ging es weiter, so viele Gläser, Tassen, Teller und sonstiges Geschirr braucht doch wirklich niemand. Dann erst die Tupperware, die Elektrogeräte. Ihr werdet erstaunt sein, was da alles zusammen kommt.
  4. Es folgten Badezimmer, Vorzimmer, Garten, Schuhe, Kosmetikartikel, Dekosachen und dann der Keller und Dachboden. Da sind Hunderte von Dingen unbenutzt herum gelegen.
  5. An alle die sagen, „Das könnte ich vielleicht mal brauchen„, für den unwahrscheinlichen Fall… Das Geld, um das ihr all die Dinge verkauft, könnt ihr euch die ein oder andere Kleinigkeit gebraucht wahrscheinlich hundert Mal leisten, wenn ihr sie wirklich mal brauchen solltet Wir haben bisher nichts vermisst.
  6. Wir haben nicht nur einmal aussortiert. Wir haben das gleiche Regal, den gleichen Kasten alle paar Wochen durchgeschaut und waren erstaunt immer wieder was zu finden, das wir noch weg geben wollen. Anfangs ist es vielleicht nicht so einfach sich von vielen Dingen zu trennen, doch nach und nach kommt man auf den Geschmack und es macht richtig Spaß.
  7. Unsere Kinder haben wir in Entscheidungen immer mit einbezogen. Es ist eine Freude zu sehen, wie gerne sie unserem Beispiel folgen und so viel weg geben wollen.
    Lina, unsere älteste Tochter (fast 4 Jahre) kam an einem Nachmittag mit einem Stapel Bücher zu mir mit der Erklärung, ich soll sie den Flüchtlingskindern geben, weil die alles zurück lassen mussten und nun nichts zu lesen haben.
    Wir waren in der Flüchtlingshilfe sehr aktiv, das hat Lina sehr berührt. Es macht den Kindern großen Spaß zu geben!
  8. flohmarkt-infoWir waren zwei Mal auf einem Flohmarkt und 4 Wochen vor unserem Auszug haben wir einen Hausflohmarkt veranstaltet. Es wurde groß angekündigt und wir haben viel Werbung gemacht. Ich glaube aber, dass der große Erfolg an unserer Preisgestaltung lag. Wir haben die Besucher den ersten Preis nennen lassen. Und meistens hat uns der gepasst. Wenn lag er höher als erwartet, mal niedriger. Jedenfalls hat es aber den Verkauf beschleunigt und in Summe hat der Endbetrag wieder gut gestimmt.
  9. Wir haben sehr viel gespart und dem Konsum abgeschworen. Wenn neu gekauft wurde, dann nur nach reichlicher Überlegung und wenn wir es Second-Hand nicht bekommen haben.
  10. Wir haben unsere Ernährung umgestellt, wir leben vegan und von Lebensmitteln, die sonst weggeschmissen würden und kaufen lediglich unsere Superfoods und ab und zu ein paar Kleinigkeiten ein. Foodsharing ist ein guter Tipp.
  11. Zum Thema Kosmetik: Wir verwenden nur noch (von einer lieben Freundin) selbstgemachte Öko-Seife zum Waschen, das ist platzsparend, umweltfreundlich, besser für die Haut und auch noch viel günstiger. Die Haare werden nur alle paar Tage/Wochen gewaschen und das perfekte Hausmittel suche ich noch. Probiert habe ich schon Lavaerde, Roggenmehl und Backpulver. Bin aber mit keinem so richtig warm geworden. Als Spülung verwende ich Apfelessig verdünnt mit Wasser, das funktioniert wirklich super. Keine Sorge, es stinkt nicht nach Salatdressing.
  12. Im Winter duschen wir nicht täglich, das spart nicht nur kostbares Wasser und Strom, sondern tut auch unserer Haut sehr gut.
  13. Durch die Reduktion unserer elektrischen, vermeintlichen Haushaltshelfer brauchen wir weniger Strom und haben erstaunlicherweise mehr Zeit.
  14. Unsere Heizung haben wir um einen Grad runter gedreht auch das hat sich bemerkbar gemacht. Auch das richtige Lüften im Winter hilft, Energie zu sparen. Alle Fenster ganz aufreißen, Frische, kalte Luft reinlassen, und dann gleich wieder schließen.
  15. Das Auto versuchen wir sehr Sprit sparend zu fahren. Generell meiden wir unnötige Fahrten oder versuchen, immer mehrere Gelegenheiten zu einer Fahrt zu kombinieren.

Das sind einige der ersten Schritte die euer Leben verändern können. Einiges wird sich von selbst ergeben, es wird sich vielleicht euer Freundeskreis ändern. Eventuell wird das ehemalige Hobby „Shoppen“ zum neuen Hobby „Minimalisieren“.

Eins steht auf jeden Fall fest, ihr werdet euch freier fühlen und bewusster leben. Und viel, viel glücklicher sein!

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  • Wer ist die Road Family?

    Wir sind eine ganz normale Familie mit drei kleinen Kindern. Und wir haben beschlossen, zu reisen. Das ist kein Urlaub, sondern unser Leben. Unsere Kinder werden ​nicht zur Schule​ gehen, wir ernähren uns ​vegan​, und praktizieren aktiv Konsumverzicht​ so gut es geht. Auf unserer Reise werden wir mit unzähligen Menschen sprechen und planen später Coaching und Veranstaltungen anzubieten.

    Warum?
    Genau diese Frage ist Teil der Antwort.
    Wir wollen Menschen inspirieren​, alles was sie denken zu sein, was sie täglich tun, denken und sagen zu hinterfragen. Warum gibt es Tonnen an Plastik im Meer? Warum gehen wir alle 4 Jahre wählen und es ändert sich doch nichts? Warum kaufe ich so viele Dinge, die ich gar nicht brauche? Warum macht mich das nicht glücklich? Warum sperren sich so viele Menschen nach ihrer Arbeit am Abend alleine in ihrer Wohnung ein und setzen sich vor den Fernseher bis sie einschlafen, getrennt durch Mauern und Türen, jeder getrennt und für sich? Warum freuen sie sich in der Arbeit auf ihre Freizeit, das “richtige Leben”, wenn sie es dann nicht leben?

    Wir haben erkannt, dass wir nicht alleine sind mit diesen Gedanken. Sehr viele Menschen stellen sich diese Fragen und wir versuchen gemeinsam Auswege zu finden. Vor allem haben wir erkannt, dass es total falsch ist zu glauben, dass ich als einzelner, kleiner Mensch auf dieser großen Welt nicht verändern kann. Wir zeigen einen möglichen Weg!

    Mehr über unsere Familie

4 Gedanken zu „15 Tipps wie du freier und glücklicher leben kannst

  1. Ich Stimme dem Beitrag zu 1000% zu. Ich selbst habe zuhause immer wieder Selbstexperimente gemacht, so gar Strom freie Tage waren dabei. Da habe ich dann einfach den Hauptschalter ausgestellt. Ein sehr befreiendes Gefühl und hilft auch ungemein, rechtzeitig ins Bett zu gehen aktuell befinde ich mich mit Sohnemann auf Weltreise, Geld braucht es dafür nicht viel und das habe ich auch nicht, liebenswerte Menschen gibt es überall auf der Welt und genug zu tun auch. Ich wünsche euch eine wahnsinnig tolle Zeit auf Reisen.

    • Hey Stephanie,

      das mit dem stromfreien Tag ist ja eine tolle Idee. Das werd ich bei Gelegenheit auch mal probieren.

      Dass man für eine Weltreise nicht viel Geld braucht und es überall nette Menschen gibt, bringt mich wieder mal auf den Gedanken, dass dieser ganze Materialismus auch zur eigenen Isolation mit beiträgt. Danke für die Erinnerung

      Gruß
      Julian

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